Fit gegen Stress

Fitness schützt bei Berufsstress

Frühmorgens eine Sitzung. Über Mittag ein Businesslunch. Und am Abend noch ein Conference-Call mit Übersee. Wer viel arbeitet, findet kaum Zeit für Musse, Erholung – und für Sport. Ausgesprochene Bewegungsmenschen ausgeschlossen, ist die Überwindung meist gross, neben einem riesigen beruflichen Pensum sich in der Freizeit körperlich aktiv zu betätigen.

Stress erhöht Risikofaktoren

Doch gerade für Menschen, die sich gestresst fühlen, ist Fitness besonders wichtig. Dies zeigt eine im US-Fachblatt «Medicine and Science in Sports and Exercise» veröffentlichte Studie von Sportwissenschaftlern der Universität Basel und ihren Kollegen aus Schweden.

Erwartungsgemäss hat die Studie verdeutlicht, dass gestresste Personen in den meisten kardiovaskulären Risikofaktoren höhere Werte aufweisen. Weiter liess sich bestätigen, dass die kardiovaskuläre Fitness mit nahezu allen Risikofaktoren in Verbindung steht.

Körperlich aktiv zu sein, lohnt sich

Erstmals jedoch haben die Forscher nachgewiesen, dass der Zusammenhang zwischen subjektiver Stresswahrnehmung und kardiovaskulären Risikofaktoren durch die Fitness sozusagen moderiert wird. Mit anderen Worten: Bei den gestressten Studienteilnehmenden waren die Unterschiede zwischen Personen mit hohem, mittlerem und tiefem Fitnessniveau besonders hoch ausgeprägt.

So übersteigen bei hoher Stressbelastung gewisse Werte den klinisch relevanten Grenzwert, wenn Arbeitnehmende ein tiefes Fitnessniveau aufweisen – nicht aber bei Personen mit hoher Fitness. Bei geringer Stressbelastung wurden dagegen weitaus geringere Differenzen zwischen den Fitnessniveaus beobachtet.

Körperlich fit zu sein bietet also gerade dann Schutz vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen, wenn man sich durch Stress bei der Arbeit belastet fühlt.

Zur Mitteilung der Universität Basel
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