Arbeitskräfteerhebung

Immer mehr Teilzeit-Erwerbstätige

Zwischen 2003 und 2013 hat die erwerbstätige Bevölkerung in der Schweiz um 12,6 Prozent zugenommen. Die Zahl der Teilzeiterwerbstätigen ist mehr als dreimal so rasch angestiegen wie jene der Vollzeiterwerbstätigen (+24,5% gegenüber +7,1%). Im europäischen Vergleich weist die Schweiz mit 36,5 Prozent nach den Niederlanden den zweithöchsten Anteil an Teilzeiterwerbstätigen auf. Dies geht aus den Ergebnissen der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung 2013 des Bundesamtes für Statistik BFS hervor.

Jeder zehnte Vater arbeitet Teilzeit

Sowohl 2003 als auch 2013 arbeiteten 80,2 Prozent der erwerbstätigen Frauen, die mit einem oder mehreren Kindern unter 15 Jahren im selben Haushalt leben, Teilzeit. Bei den Männern ist der entsprechende Anteil nach wie vor niedrig, er hat jedoch von 5,8 Prozent im Jahr 2003 auf 9,3 Prozent im Jahr 2013 zugenommen. Werden nur die Männer, die mit sehr kleinen Kindern (jünger als 7 Jahre) im selben Haushalt leben, betrachtet, belief sich der Anteil der Teilzweiterwerbstätigen im Jahr 2013 auf 10,5 Prozent.

Teilzeitarbeit am häufigsten aus familiären Gründen

Am häufigsten wurden als Begründung für die Teilzeiterwerbstätigkeit bei den 15- bis 54-Jährigen familiäre Gründe (46,3% der genannten Gründe; 15,7% bei den Männern und 52,9% bei den Frauen), das Absolvieren einer Ausbildung (11,7%), keine Vollzeitarbeit gefunden zu haben (7,1%), das Ausüben einer Nebentätigkeit (7,0%) und gesundheitliche Gründe (3,3%) genannt. Ausserdem gaben 9,7 Prozent an, kein Interesse an einer Vollzeiterwerbstätigkeit zu haben, und 13,3 Prozent führten andere Gründe auf, ohne genauer auf diese einzugehen.

Medienmitteilung als PDF

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Medienmitteilung: Schweizerische Arbeitskräfte-Erhebung 2013

Zitate

Insbesondere in Betrieben mit Nachtschicht ist die Dunkelziffer immens.

Peter Schneider:
«Kleines Lexikon der Arbeit, Folge 5: Präsentismus».

Zitate

Ihr Blutdruck macht mir Sorgen, sagte Doktor Häberle.

Linus Reichlin:
«Vorteil Wuttke».