Kleines Lexikon der Arbeit, Folge 6: Führungsarbeit, die

Lange Zeit durch die > jüngere deutsche Geschichte diskreditiert, ist die Führungsarbeit inzwischen wieder vermehrt im Kommen. Soziobiologische Untersuchungen haben nämlich gezeigt, dass Menschen immer schon einen > Führer oder eine > Führerin hatten, die in einer > immer komplexer werdenden Welt die Richtung und Ziele definierte und vorgab. Gute Führungsarbeit (>leadership) zeichnet sich dadurch aus, dass sie an übergeordneten Prinzipien (> Blocher-Prinzip, > kategorischer Imperativ) und zentralen Maximen (>laufe, luege, lose; > böse Menschen haben keine Leader) orientiert ist, die auch dem oder der Geführten ein > Maximum an > Geführtheitssicherheit und > Verlässlichkeit garantiert. Zur Führungsarbeit braucht es eine > Führungspersönlichkeit mit be,nderen > Führungseigenschaften, die sich zu einem > Führungsstil harmonisch verbinden. Die einschlägige > Führungsliteratur spricht hier von sog. > leadership skills. So wie das Leben kein > Ponyhof ist, ist auch > Führen kein > Zuckerschlecken. Auch die stärksten > Führungskräfte können sich im > Führungsalltag einmal erschöpfen. Das ist freilich kein Grund zur Panik, sondern vielmehr der richtige Zeitpunkt (>kairos) für ein Führungsseminar, bei dem in > angenehmer Atmosphäre eine > Rückbesinnung auf die eigentlichen > Führungsqualitäten stattfinden kann.

Führen kann man nicht lernen, aber üben. Als besonders geeignet dafür haben sich > Führungstrainings mit Vierbeinern, vor allem mit Pferden (> Ponyhof) erwiesen. In solchen Trainings lernen selbst noch gestandene Leader (> Führende), ihre > Führungsangst zu überwinden und das > Feedback ihrer > „Mitarbeiter“ zu entschlüsseln, das meistens > authentischer, > ehrlicher und > direkter ausfällt als das ihrer oftmals nur allzu menschlichen > Untergegebenen. Darum ist es von Vorteil, während der Führungsarbeit mit dem Pferd einen stabilen > Helm zu tragen. Denn wenn ein Pferd schwache > Führungsqualitäten bei einer Führungsperson wahrnimmt, versucht es sofort, selbst die Führung zu übernehmen. Dann ist die eigene > Führungskompetenz (> Sporen, > Zucker, > Peitsche) gefragt. Das Führungsziel ist erst dann erreicht (> Zielvereinbarung), wenn ein Pferd die Führungsperson aufgrund seiner gewachsenen > Führungserfahrung als natürliche > Leitstute oder natürlichen > Leithengst anerkennt. Schon der grosse Hin- und Heer-Führer > Hannibal wusste: „Wer ein Pferd führt, kann auch einen Elefanten über die Alpen führen.“ Eine Eigenschaft, die in unserer > globalisierten Wirtschaftswelt noch nie so gefragt war wie heute!

Ebenfalls aktuell:

Linus Reichlin “Europa ruft”

 

 

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