Vernetztes Leben

Werden Führungskräfte überflüssig?

Hand aufs Herz: Wem vertrauen Sie mehr, wenn Sie in Ihrem Auto durch eine Grossstadt kurven – dem Navigationsgerät oder ihrem Co-Piloten?

In der Ausgabe 2.2015 des GDI-Impuls wirft Karin Frick, Leiterin GDI-Research, einen Ausblick in die Zukunft des vernetzten Lebens und zeigt auf: Es gibt immer mehr Gründe, um im Zweifel eher einem Algorithmus zu vertrauen als einem Menschen.

Tatsache ist: Je häufiger sich Maschinen bei einer Tätigkeit bewährt haben, desto wahrscheinlicher wird es, dass wir ihnen für diesen kleinen Ausschnitt der Welt die Entscheidungskompetenz geben.

Motivation und Kreation bleiben menschlich

Immer häufiger werden Entscheidungen durch Technik, durch Daten, durch Algorithmen nicht bloss erleichtert, sondern gar übernommen. Was heisst das für Führungskräfte, für die eigentlichen Experten für Entscheidungen? Verliert das Management seine Existenzberechtigung?

Entscheidungen könnten zwar an Algorithmen delegiert werden können, schreibt Karin Frick in ihrem Beitrag, Führungsaufgaben seien jedoch eher selten an Maschinen zu übertragen. Motivation und Kreation dürften fürs Erste menschliche Domänen bleiben – oder zumindest einen menschlichen Anteil an der Wertschöpfung behalten.

Vertrauen als Basis

Je komplexer ein System ist und umso weniger wir verstehen, wie die technische Infrastruktur funktioniert, von der unser Leben abhängt, umso mehr sind wir auf Vertrauen angewiesen. Doch wie entsteht Vertrauen in einer digitalisierten Welt, in der wir immer öfter mit Maschinen interagieren?

Karin Frick beleuchtet die verschiedenen Formen von Vertrauen und geht auf die Entwicklung neuer Strategien in Bezug auf die Mechanismen zur Vertrauensbildung ein: Stichworte wie Open Data, Dezentralisierung der Macht und Dekommerzialisierung von Daten stehen dabei im Vordergrund.

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Artikel «In Tech We Trust» im GDI-Impuls 2.2015