Alkoholprävention

Zu viel Alkohol belastet Gesellschaft

Eine Kampagne des Bundesamtes für Gesundheit BAG


Wenn «auftanken» falsch interpretiert wird: Die Sujets der BAG-Kampagne regen zum Nachdenken an.

Missbräuchlicher Alkoholkonsum ist in der Arbeitswelt längst kein Tabu mehr. Die Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden, wirtschaftliche Überlegungen und die Sorge um die Betriebssicherheit bewegen Geschäftsleitungen zunehmend dazu, Massnahmen zur Prävention und Bewältigung von Abhängigkeitsproblemen zu ergreifen. Eine besondere Rolle kommt dabei den direkten Führungskräften zu, die im persönlichen Kontakt mit ihren Mitarbeitenden stehen.

«Wie viel ist zu viel?»

Ab wie vielen Gläsern gefährdet der Alkoholkonsum die Gesundheit? Mit der aktuellen Alkoholpräventionskampagne, die über die Auswirkungen von Alkohol informiert, will das Bundesamt für Gesundheit BAG zusammen mit seinen Partnerorganisationen jede Person dazu anregen, die Frage «Wie viel ist zu viel?» für sich persönlich zu beantworten. Die für die Jahre 2015 bis 2017 konzipierte Kampagne soll die breite Öffentlichkeit für die Risiken sensibilisieren, die mit problematischem Alkoholkonsum verbunden sind.

Alkohol kann zumindest teilweise die Ursache zahlreicher Krankheiten sein, wenn er in zu grosser Menge, zu häufig oder zum falschen Zeitpunkt konsumiert wird. Hinzu kommt die Gefahr einer Alkoholabhängigkeit.

Jährlich Milliardenkosten

Missbräuchlicher Alkoholkonsum belastet nicht nur Betroffene, sondern die ganze Gesellschaft: 4,2 Milliarden Franken kostete der Alkoholkonsum die Schweizer Öffentlichkeit im Jahr 2010. Zu diesem Schluss kommt die vom BAG in Auftrag gegebene Studie «Alkoholbedingte Kosten in der Schweiz», die seit März 2014 vorliegt. Neben Ausgaben im Gesundheitswesen oder bei der Polizei fallen die Ausfälle an Produktivität in der Wirtschaft am meisten ins Gewicht. So schafft die Prävention von Alkoholmissbrauch auch einen wirtschaftlichen Nutzen und kommt der ganzen Gesellschaft zugute.

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