Gute Unternehmenskultur

Zufriedene Mitarbeiter sind gesünder und produktiver

Wer sich auf seine Arbeit und seine Arbeitskollegen freut, der startet besser in den Tag als jener, der missmutig zur Arbeit geht. Eine gute Unternehmenskultur wirkt sich aber nicht positiv auf unsere Stimmung aus, sondern auch auf unsere Gesundheit. So ist jeder Vierte, der seine Unternehmenskultur als schlecht bewertet, auch mit der eigenen Gesundheit unzufrieden. Bei Menschen, die ihr Unternehmen positiv sehen, ist es nur jeder Zehnte.

Das resultiert aus einer Repräsentativbefragung unter rund 2‘000 Beschäftigten im aktuellen Fehlzeiten-Report 2016 des Wissenschaftlichen Instituts der deutschen Gesundheitskasse AOK, bei der die Unternehmenskultur mit ihren verschiedenen Facetten erfasst wurde.

Unzufriedene sind auch häufiger krank

Unterschiede gibt es aber auch im Umgang der Beschäftigten mit ihren Erkrankungen: Bei einer schlecht bewerteten Unternehmenskultur hat nahezu jeder Dritte (31 Prozent) im letzten Jahr mehr als zwei Wochen im Betrieb gefehlt. In der Vergleichsgruppe mit einer positiv erlebten Unternehmenskultur war dies nur etwas mehr als jeder Sechste (16,9 Prozent).

Helmut Schröder, Mitherausgeber des Fehlzeiten-Reports, bringt es auf den Punkt: «Je positiver die Beschäftigten die Unternehmenskultur im eigenen Betrieb bewerten, umso gesünder sind sie. Das bedeutet konkret, sie haben weniger physische, aber auch psychische Beschwerden. Das bedeutet auch, dass sie deutlich weniger Arbeitsunfähigkeitstage haben und dass sie auch deutlich weniger krank zur Arbeit gehen.»

Wunsch nach Loyalität und Lob

Welche Merkmale fördern denn eine gute und gesundheitsfördernde Unternehmenskultur? Wichtig sind Mitarbeitern im Arbeitsalltag vor allem die Loyalität des Arbeitgebers (78 Prozent) und der Aspekt des Lobens (69 Prozent). Doch nur 55 Prozent der Beschäftigten erleben tatsächlich, dass der Arbeitgeber hinter ihnen steht, wie auch lediglich die Hälfte der Beschäftigten für gute Arbeit gelobt wird.

Zum Fehlzeiten-Report 2016 der AOK Gesundheitskasse:
Zum Fehlzeiten-Report 2016 der AOK Gesundheitskasse: