Freizeit ist immer mehr Arbeit

Kleines Lexikon der Arbeit

Folge 6: Führungsarbeit, die

Von Peter Schneider

 

Führungsarbeit, die Lange Zeit durch die >jüngere deutsche Geschichte diskreditiert, ist die Führungsarbeit inzwischen wieder vermehrt im Kommen.

Soziobiologische Untersuchungen haben nämlich gezeigt, dass Menschen immer schon einen >Führer oder eine >Führerin hatten, die in einer >immer komplexer werdenden Welt die Richtung und Ziele definierte und vorgab. Gute Führungsarbeit (>leadership) zeichnet sich dadurch aus, dass sie an übergeordneten Prinzipien (>Blocher-Prinzip, >kategorischer Imperativ) und zentralen Maximen (>laufe, luege, lose; >böse Menschen haben keine Leader) orientiert ist, die auch dem oder der Geführten ein >Maximum an >Geführtheitssicherheit und >Verlässlichkeit garantiert.

Zur Führungsarbeit braucht es eine >Führungspersönlichkeit mit besonderen >Führungseigenschaften, die sich zu einem >Führungsstil harmonisch verbinden. Die einschlägige >Führungsliteratur spricht hier von sog. >leadership skills. So wie das Leben kein >Ponyhof ist, ist auch >Führen kein >Zuckerschlecken. Auch die stärksten >Führungskräfte können sich im >Führungsalltag einmal erschöpfen. Das ist freilich kein Grund zur Panik, sondern vielmehr der richtige Zeitpunkt (>kairos) für ein Führungsseminar, bei dem in >angenehmer Atmosphäre eine >Rückbesinnung auf die eigentlichen >Führungsqualitäten stattfinden kann.

Führen kann man nicht lernen, aber üben. Als besonders geeignet dafür haben sich >Führungstrainings mit Vierbeinern, vor allem mit Pferden (>Ponyhof) erwiesen. In solchen Trainings lernen selbst noch gestandene Leader (>Führende), ihre >Führungsangst zu überwinden und das >Feedback ihrer >„Mitarbeiter“ zu entschlüsseln, das meistens >authentischer, >ehrlicher und >direkter ausfällt als das ihrer oftmals nur allzu menschlichen >Untergegebenen. Darum ist es von Vorteil, während der Führungsarbeit mit dem Pferd einen stabilen >Helm zu tragen. Denn wenn ein Pferd schwache >Führungsqualitäten bei einer Führungsperson wahrnimmt, versucht es sofort, selbst die Führung zu übernehmen. Dann ist die eigene >Führungskompetenz (>Sporen, >Zucker, >Peitsche) gefragt. Das Führungsziel ist erst dann erreicht (>Zielvereinbarung), wenn ein Pferd die Führungsperson aufgrund seiner gewachsenen >Führungserfahrung als natürliche >Leitstute oder natürlichen >Leithengst anerkennt. Schon der grosse Hin- und Heer-Führer >Hannibal wusste: „Wer ein Pferd führt, kann auch einen Elefanten über die Alpen führen.“ Eine Eigenschaft, die in unserer >globalisierten Wirtschaftswelt noch nie so gefragt war wie heute!

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